Warum in die Schweiz?

Mit 71 Punkten ist die Schweiz die Nummer 1 unter den Ausreiseländern. Alleine im Jahr 2009 hat die Schweiz fast 45.000 Menschen eingebürgert, darunter fast 4.000 Deutsche die ihrer Heimat den Rücken kehrten und die Schweiz zu ihrem neuen Wohnsitz erklärten.

Was aber macht die Schweiz so attraktiv zum Auswandern? Ist es die traumhafte Landschaft mit ihrem vorzüglichen Wintersportangebot, welche sich sonst nur im teuer erkauften Urlaub genießen lässt oder die Möglichkeit, direkt vom Büro aus auf saftige Wiesen und Felder, umrahmt von zahlreichen Berggipfeln, zu blicken? Ein paar gute Gründe, doch die Schweiz bietet noch weitaus mehr Vorzüge, sich auf dem Status des beliebten Auswanderlandes zu positionieren.

Vornehmlich wird schnell an das „Steuerparadies“ Schweiz gedacht! In der Tat ist der staatliche Eingriff ins Portemonnaie eher gering. Der Mehrwertsteuersatz liegt bei schlappen 7,6 Prozent, der reduzierte Steuersatz gar bei 2,4 Prozent – kein Vergleich zu den deutschen Steuersätzen! Freiheit und Produktivität wird in der Confédération suisse also mit offenen Armen entgegen getreten. Dennoch ist nicht alles in der Schweiz besonders günstig.

Das tägliche Leben in der Schweiz ist relativ teuer! Allein bei den Lebensmitteln und auf dem Wohnungsmarkt langt die Schweiz ordentlich zu, was mit guten Gründen in Verbindung steht, denn die, Lebens-, Anbau- und Weideflächen sind klein, der EU-Subventionstopf der Schweiz nicht zugänglich. Zudem zeigt sich in der Schweiz ein ganz anderes Verständnis von Tier- und Konsumentenschutz, hier haben selbst die helvetischen Kühe einen Mindestanspruch auf Freilandtage, was in der deutschen Massentierhaltung und der damit verbundenen Discountermentalität kaum denkbar ist und eher zum Schmunzeln anregt.

Die Schweiz gilt als Multi-Kulti-Land par excellence. Sowohl sprachlich, als auch konfessionell bildet sie keine Einheit. Vier offizielle Landessprachen, Katholiken und evangelisch Reformierte in fast ausgewogenem Maße und ein Ausländeranteil von 20 Prozent untermauern diesen Eindruck. Das, was die Schweiz zusammen hält, ist die Freiheit, sowohl menschlich, als auch staatlich. So ist die Schweiz vom Föderalismus geprägt, die Kantone entscheiden relativ frei über ihr Tun und auch außenpolitisch ist die Schweiz, die sich bereits seit 1815 an keinem Krieg anderer Staaten beteiligt, neutral.

Damit aber noch nicht genug der Vorteile, die Schweiz als neue Heimat ins Auge zu fassen. Durch die aufgeschlossene Migrationspolitik des kleinen Landes, speziell das Freizügigkeitsabkommen und dessen Protokoll, macht es die Schweiz für EU-Bürger denkbar einfach, hier einen neuen Lebens- und Arbeitsmittelpunkt zu finden. Darunter fällt auch, die Anerkennung von Ausbildungsabschlüssen und Diploma für Berufe, die in einzelnen Mitgliedsstaaten reglementiert sind, was umständliche bürokratische Wege beim Auswandern und bei der Arbeitsplatzsuche erspart.