Einreise-Voraussetzungen

Wer in die Schweiz auswandern, sich dort also dauerhaft niederlassen möchte, muss glaubhaft machen, dass er – als EU Bürger – für seinen Lebensunterhalt selber aufkommen kann (bsp. Selbstständige), bzw. einen entsprechenden Arbeitsvertrag vorlegen. Entsprechend bekommt der Neu-Schweizer dann eine Kurzaufenthaltsbewilligung oder eine generelle Aufenthaltsbewilligung.

Seit dem 1. Juni 2007 genießen alle Angehörigen der EU-Staaten die volle Personenfreizügigkeit der Schweiz. Ihnen wird also gleiches Rechte wie einheimischen Arbeitnehmern zuteil, was ebenso das Recht auf den Wechsel des Arbeitgebers, sowie des Arbeits- oder Wohnortes beinhaltet. Das erleichtert die Einreise und den Aufenthalt in der Schweiz um ein Vielfaches. Für die Einreise in die Schweiz ist kein Visum erforderlich, ein gültiger Reisepass oder Personalausweis genügen, um automatisch ein Aufenthaltsrecht für 6 Monate zu erhalten.

Für einen dauerhaften Aufenthalt und das Recht auf Erwerbstätigkeit muss beim jeweiligen Arbeitsamt des zuständigen Kantons die entsprechende Aufenthaltsbewilligung beantragt werden. Hierzu werden Arbeitsvertrag mit Einstellungserklärung des Arbeitgebers, bzw. Nachweis über das Ausüben einer selbstständigen Tätigkeit, sowie ein gültiger Ausweis benötigt. Anhand dieser Unterlagen wird für die Dauer des Arbeitsvertrages (mindestens 1 Jahr) eine Aufenthaltsbewilligung geschlossen. Bei unbefristeten Arbeitsverträgen und in allen anderen Fällen kommt die generelle Aufenthaltsgenehmigung von 5 Jahren zum Tragen, die sich nach Ablauf der 5-Jahres-Frist automatisch durch Vorlage eines gültigen Passes und Nachweis der Erwerbstätigkeit verlängert. Für Ehegatten und Kinder unter 21 Jahren die noch unterhaltsberechtigt sind gilt darüber hinaus das Recht auf Familiennachzug. Ihnen wird die Aufenthaltsbewilligung für den selben Zeitraum erteilt, wie sie dem ursprünglichen Antragsteller zuteil wurde.

Um die Genehmigung zur dauerhaften Niederlassung in der Schweiz zu beantragen, muss eine Anmeldung bei der Wohngemeinde des zuständigen Kantons innerhalb von 8 Tagen erfolgen. Hierzu werden ein gültiger Pass, Mitgliedsbestätigung einer Krankenkasse, Zivilstanddokumente, Passfoto, sowie Arbeitsvertrag (bei Studenten Immatrikulationsschreiben der Universität) benötigt. Zu beachten ist, dass sich jeder, der in die Schweiz auswandern möchte, innerhalb von 3 Monaten krankenversichern muss.

Die Krankenversicherung läuft dabei nicht über den Arbeitgeben, sondern muss durch Herantreten an die Versicherungen in eigener Sache erfolgen. Die Grundleistungen, die ambulante und stationäre Behandlungen, sowie verschriebene Medikationen umfasst, sind bei den unterschiedlichen Versicherern grundsätzlich gleich. Eine zahnärztliche Behandlung ist jedoch generell nicht enthalten!

In Punkto Führerschein gilt, bei einem Aufenthalt unter 12 Monaten kann der deutsche Führerschein genutzt werden, für Auswanderer in die Schweiz ist beim Straßenverkehrsamt des entsprechenden Kantons innerhalb von 12 Monaten ab Einreise ein landesspezifischer Führerschein zu beantragen für den folgenden Dokumente nötig sind: Antragsformular für Erteilung eines Führerscheins, Personalausweis und deutsche Fahrerlaubnis, Aufenthaltsbewilligung, Passfoto in doppelter Ausführung und eventuell ein augenärztliches Attest.