Informationen zum Land

Wer sich für die Schweiz als neuen Lebensmittelpunkt entscheidet, also seinen Wohnsitz in die Schweiz verlegt und auch dort arbeiten möchte, sollte sich vorab ein wenig mit dem Land vertraut machen. Die folgenden Informationen geben einen „kleinen“ Überblick über die Schweiz und seine Einwohner, seine geographische Lage und seine Geschichte.

Geographie
Im Süden grenzt die Schweiz an Italien, im Osten an Österreich und Liechtenstein, im Norden an Deutschland, das westliche Grenzland bildet Frankreich. In der alpinen Zone Mitteleuropas gelegen, hat die recht kleine Schweiz mit einer Bodenfläche von 41,300 Quadratkilometern keinen direkten Meerzugang, zählt also zu den Binnenstaaten. Das vorherrschende Landschaftsbild ist geprägt durch alpine Gebirgszüge, in der die Schweiz als Handels- und Transitland fungiert, was zudem die Geschichte des Landes im wesentlichen prägte. Im Süden der Schweiz finden sich die Alpen, dessen höchster Gipfel mit 4.634 Metern die Dufourspitze bildet. Im Norden und Westen hingegen verläuft die Bergkette des Jura, wobei das Mittelland zwischen Alpen und Jura von diversen Hügeln durchzogen ist und das Zentrum der Besiedelung bildet.

Klima
Die Schweiz gehört sowohl zur gemäßigten, nördlichen Klimazone, fällt aber auch unter den Einflussbereich des Golfstroms. Die Klimaunterschiede der verschiedenen Regionen sind dabei recht deutlich. Während auf der Südseite der Alpenkette mildes Mittelmeerklima vorherrscht, dominiert auf der Nordseite das westeuropäische, ozeanisch feuchte Klima, welches im Winter des Öfteren vom kalten Kontinentalklima Osteuropas durchzogen wird. Ein großer Teil des Landes liegt zudem in der subalpinen Wald- und Schneezone, dennoch wehen in den großen Alpentälern der Voralpen oftmals warme, trockene Fallwinde. Die durchschnittlichen Temperaturen reichen im Sommer von 17,5 bis 21,1 Grad, im Winter bewegen sie sich zwischen –1 und 2,6 Grad.

Geschichte
Der „Ewige Bund“ den die drei Urkantone (Uri, Schwyz, Unterwalden) der Schweiz im Jahr 1291 schlossen, bildeten die Grundlage zur heutigen Schweiz. Hinzu stießen nach dem Sieg über die Habsburger im Jahr 1315 weitere 5 Städte und Gebiete (Luzern, Zürich, Glarus, Zug, Bern), die den Kern der heutigen Eidgenossenschaft bildeten und bis zum Jahr 1513 auf ganze 13 Orte erweiterten. Zwar lösten sie sich schon 1499 aus dem deutschen Reichsverband, doch erst im Jahr 1648 wurde dieses durch den Westfälischen Frieden anerkannt. Daraufhin kamen noch weitere Gebiete zur Eidgenossenschaft hinzu, die nach dem Sonderbundskrieg 1848 vom Staatenbund zum heutigen Bundesstaat übergingen. Heute zählt die Schweiz 26 Kantone. Ein Beitritt zum Europäischen Wirtschaftsraum wurde bislang abgelehnt, jedoch ist die Schweiz seit 2002 Mitglied der UNO.

Sprachen
In der Schweiz gibt es gleich vier offizielle Landessprachen: Deutsch, Französisch, Italienisch und Rätoromanisch. Etwa 70 Prozent sprechen Schweizerdeutsch, was sich hauptsächlich auf den Nordwesten, die Zentral- und Ostschweiz bezieht. Amts- und Schriftsprache in der Deutschschweiz ist Hochdeutsch, was allerdings in der mündlichen Konversation von einer Vielzahl an Dialekten durchzogen ist. Im Westen herrscht das Französische vor, was etwa 20 Prozent der Bevölkerung spricht. Italienisch fällt auf die Alpensüdseite und nur in wenigen Tallandschaften von Graubünden kommt das Rätoromanische zum Zug.

Religion
Wie in Deutschland gilt in der Schweiz die Glaubensfreiheit, was sich durch die Trennung von Kirche und Staat ausdrückt. Mit 40 Prozent dominiert die römisch-katholische Glaubensrichtung in der Schweiz, dicht gefolgt von der evangelisch-reformierten Glaubensausrichtung. Zehn Prozent der Bevölkerung gibt an, sich keinem Glauben zu bekennen und nur vier Prozent gehören dem Islam an, welche sich vor allem aus Immigranten zusammensetzt.

Verkehr
Ein kleines Land mit dichtem Verkehrsaufkommen, so könnte man die Schweiz wohl am ehesten beschreiben. Kein Wunder also, dass die Schweiz über eines der dichtesten öffentlichen Verkehrsnetze der Welt verfügt. Tram und Bus, sowie zahlreiche Zugverbindungen untermalen diese Erscheinung. Im Straßenverkehr geht es im Verhältnis zu Deutschland relativ langsam vorwärts. Innerorts beträgt die Höchstgeschwindigkeit 50 km/h, ausserorts 80 km/h und auf den Autobahnen darf höchstens 120 km/h gefahren werden. Zudem gibt es auf sämtlichen Autobahnen und einigen Landstraßen Vignettenpflicht. Gefahren wird übrigens, wie in Deutschland, auf der rechten Seite. Eine Besonderheit der Schweiz ist die obligatorische Vignette für das Fahrrad, welche als „Haftpflichtversicherung“ dient und an Postschaltern und Einkaufsläden erhältlich ist. Die Schweiz verfügt über drei große Flughäfen (Zürich, Genf, Basel) die von zahlreichen internationalen Fluggesellschaften angeflogen werden. Kleinere Flughäfen sind in Bern, Lugano und Sion zu finden.