Auswandern mit Kind

Auswandern gewinnt, nicht zuletzt wegen der zahlreichen Fernsehreportagen, immer mehr Popularität. Als Einzelperson oder Paar ist das Leben in einem Fremden Land meist schnell organisiert und relativ unproblematisch durchführbar. Bei einer Auswanderung mitsamt Kind und Kegel bedarf es jedoch einer intensiven Planung auf lange Sicht und die Wahl des Auswanderungslandes spielt eine wichtige Rolle. Kaum ein Land eignet sich für das Auswandern mit der ganzen Familie daher besser als die Schweiz.

Wer mit Kind in die Schweiz ziehen und dort sein Leben verbringen möchte, macht es dem Nachwuchs zumindest aus sprachlicher Sicht leicht, denn in vielen Regionen der Schweiz wird deutsch gesprochen. Sprachbarrieren in Kindergarten oder Schule fallen daher kaum ins Gewicht. Natürlich gilt auch bei der Auswanderung in die Schweiz mit Kind die übliche Vorgehensweise, um eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung zu erlangen. Erst einmal angekommen heißt es dann auch für den Nachwuchs, dass der Alltag in der Schweiz beginnt.

Kindergarten

In vielen Kantonen der Schweiz gibt es keine Kindergartenpflicht, es obliegt also den Eltern, ob sie ihr Kind eine pädagogische Einrichtung geben möchten oder nicht. Um einen Kindergarten besuchen zu können gibt es weder komplizierte Aufnahmeverfahren noch Eignungstests, auch ist der Besuch eines öffentlichen Kindergartens kostenlos. In einigen Kantonen der Schweiz wurde 1999 eine so genanntes Kindergartenobligatorium eingeführt. Schon 14 Kantone hatten sich im Schuljahr 07/08 daran beteiligt, dass zumindest die Teilnahme an einem Kindergartenjahr obligatorisch ist.

Schule

Schon bei der Anmeldung am neuen Wohnsitz in der Schweiz wird den „Neu-Schweizern“ von der jeweiligen Behörde die entsprechende Schule genannt. Zusammen mit der Anmeldung und den, falls schon vorhanden, Vorjahreszeugnissen können Eltern ihr Kind bei der Schule anmelden. Um sicherzustellen, dass schulpflichtige deutsche Kinder auch in einem fremden Land die Schule besuchen, muss dem deutschen Schulamt eine Bescheinigung der schweizerischen Schule vorgelegt werden. Auch in der Schweiz sind Kinder ab dem 6. Lebensjahr schulpflichtig.

Bildungssystem

Das schweizerische Bildungssystem ähnelt stark dem im Deutschland. Nach dem Besuch des Kindergartens beginnt die 8-9 jährige Schulpflicht, die in verschiedene Stufen eingeteilt ist. In der Primarstufe werden die Kinder sodann 6 Jahre lang unterrichtet und genießen je nach Kanton eine differenzierte Sprachausbildung. Danach folgt die zwei-, bzw. dreijährige Sekundar- oder Realschule, neben der es auch einen gymnasialen Zweig gibt. In den Schulen der Sekundarstufe I werden die Schüler bereits auf die erweiterten Ansprüche der Gymnasien, bzw. Maturitätsschulen vorbereitet. Hier wird nach 6 Jahren die so genannte Matura, vergleichbar mit dem deutschen Abitur abgelegt und somit die Hochschulreife erlangt. Die Sekundarstufe II bezeichnet die beruflichen Bildungsgänge, die nach Ende der allgemeinbildenden Schulpflicht auf die Berufsausbildung vorbereiten.